Red Summer

Mein letzter Beitrag ist schon ein paar Tage her, okay, wohl eher Wochen… Aber das liegt daran, dass wir sehr beschäftigt waren. Sommer eben, Eis essen, Baden, das Wetter genießen und die Seele baumeln lassen, volles Programm eben. Da gab es kaum eine Verschnaufpause. Doch heute will ich euch einen Einblick in die neue Frühjahr-/Sommer-Kollektion aus dem Hause Hilco geben.

Bereits im Frühjahr haben wir uns die Stoffe ausgesucht und schon da sprudelten wir alle nur so vor Ideen zu den sommerlichen Designs und Qualitäten. Ich habe mich hier für eine gewebte Viskose mit einem großflächigen Blatt-Design entschieden. Zuerst hatte ich eine Bluse daraus im Kopf, doch hätte dies wohl das Design zu sehr unterbrochen und nicht richtig zur Geltung gekommen.

Als Rock – genauer gesagt als Rock Frieda (wie hier) – gefällt es mir so schon viel besser und ich trage ihn an besonders heißen Tagen wirklich gern, da die Viskose schön angenehm kühl ist und bei einem leichten Wind so schön flattert. Und auch hier mussten natürlich Taschen an den Rock, ohne geht ja nicht, zumindest nicht bei mir.

Ich werde euch die kommenden Wochen hier und da weiter ein paar der tollen Designs zeigen, wahrscheinlich nicht alle hier im Blog, aber auf jeden Fall bei Instagram. Denn ich stelle mir hier immer mal wieder die Frage, ob sich das ganze Schreiben, die Mühe und die Arbeit lohnt, ob denn überhaupt noch jemand Beiträge auf Blogs liest, wo es doch kaum noch Linkparties gibt und sich alles nur noch in der schnelllebigen Welt der Bilder abspielt?

Eure Katze

Stoff: Gewebte Viskose M 2280/64 von Hilco
Schnitt: Rock Frieda von Fina’s Ideen

@ DufürDichamDonnerstag

Storm

Ich habe es gewagt und habe den Mut gefasst, mir einen Rucksack zu nähen!
Wer hier regelmäßig vorbei schaut, merkt schnell, dass Taschen und Rucksäcke nicht unbedingt mein Aushängeschild sind. Und das hat auch einen guten Grund. Denn in der Regel bin ich durch die vielen unterschiedlichen Schnitteile sehr verwirrt, schaffe es nicht alles im Kopf zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen und scheitere letztlich am Projekt.

Doch hier lief alles gut, nicht perfekt, aber ich habe es geschafft! Nicht zuletzt auch Dank des ausführlichen kostenlosen Tutorials von Lee aka Mein anderes Ich zum Mein anderer Rucksack. Die ein oder andere Naht sitzt nicht da oder so wie sie soll, der Reisverschluss stellt sich im Alltag als nicht ganz so praktisch heraus und im Nachhinein betrachtet hätte ich die Schultergurte lieber seitlich angebracht. Doch es ist meiner, meine eigene Kreation und ich liebe die Kombination aus Außenstoff und Innenstoff wirklich sehr, dazu die Gurtbänder und ich werde allein vom hinschauen schon glücklich!

Und dieser Perfektionismus, ja, den sollte ich wohl beim Nähen ablegen, denn es hält einen doch mehr auf, als dass es anspornt. Ich habe noch viel zu lernen beim Nähen, verschiedene Techniken habe ich noch nicht einmal ansatzweise ausprobiert und ganz zu schweigen von bisher unvorstellbar schwierigen Projekten wie einer Jeans. Doch ich möchte mich Schritt für Schritt daran herantasten und möchte mir dabei nicht selbst im Weg stehen. Das tue ich ja so im Alltag schon oft genug!

Nun begebe ich mich aber wieder Richtung Strand. Dänemark hat mich wirklich positiv überrascht. Wir haben aber auch unglaublich viel Glück mit dem Wetter, Sonne satt und frühsommerliche Temperatur versüßen uns hier den Aufenthalt. Beeindruckende Landschaften und eine vielfältige Flora und Fauna begeistern täglich auf’s Neue. Ich bin gespannt, was Kopenhagen für und noch bereit hält, wenn wir dort am Wochenende noch Halt machen.

Eure Katze

Schnitt: Mein anderer Rucksack von Mein anderes Ich
Außenstoff: Dry Oilskin Storm von Merchant and Mills
Innenstoff: Bunter, dicker Baumwollstoff Bären von MT Stofferie

@ DufürDichamDonnerstag

Frieda

Heute schwelge ich etwas in Erinnerungen. Zum einen an unseren Urlaub und die damit verbundene Auszeit. Erinnerungen an sie Sonne, den Strand und das Meer und schaue mir dabei die Bilder von meinem Rock Frieda nach dem Schnitt von Fina an, welchen ich euch noch gar nicht gezeigt habe.
Zum anderen hänge ich derzeit sehr nachdenklich in der Vergangenheit fest, die ihre Arme in die Gegenwart ausstreckt und ich versuche für mich daraus eine Klarheit zu gewinnen.

Vor gut einem Jahr kam der Prozess in Gang, den ich als abgeschlossen glaubte, doch stecken noch viele damit verbundene Emotionen in mir. Es ist vor allem Wut und Ärger über mich selbst, den ich verspüre und mir heute noch teils schlaflose Nächte bescheren. Dieses Gefühl aus den falschen Überzeugungen die falschen Entscheidungen getroffen zu haben, nagt fast täglich an mir.
Bei dem Versuch für jemanden ein wertvoller Mensch zu sein, während einer Zeit zu der ich selbst gern die ein oder andere helfende Hand oder starke Schulter gebraucht hätte, musste ich letzten Endes aufgeben. Es plagten mich zu viele Selbstzweifel, die bei jedem Versuch, sie zu wiederlegen, erneut bestätigt wurden. Es ließ eine riesige Anspannung und Unsicherheit in mir wachsen, die ich auch heute noch bei Konfrontation mit der Thematik verspüre.

Es war einfach falsch zu glauben, um diesen einen Menschen nicht zu verlieren, alles tun zu müssen, was von einem verlangt wird, sich zu verstellen, sich zu verstecken, nicht mehr ich selbst zu sein, andere Beziehungen zu vernachlässigen, um letzten Endes erkennen zu müssen, dass man getäuscht wurde, dass nichts von dem wahr war, was einem versprochen wurde. Dass man nicht mehr zum Bild dieser Freundschaft passt, dass man austauschbar ist. Es hinterlässt eine Leere und Einsamkeit.

Es schmerzt zu erkennen, dass man anderen nie so wichtig war, wie sie einem selbst. Dass diese besondere Verbindung nicht bestanden hat oder nur einseitig wahrgenommen wurde. Dass es die Ehrlichkeit ist, an der es zuletzt am meisten mangelte. Ehrlichkeit auf beiden Seiten, ich hätte ehrlicher zu mir selbst sein sollen und das Gefühl zulassen sollen, dass es mir schon seit längerem nicht mehr gut mit der Freundschaft geht. Und Ehrlichkeit von der anderen Seite, die wahren Gründe für den Wandel der Freundschaft offen zu legen, statt von einer unveränderten Verbundenheit zu reden, Versprechungen zu machen oder mir das Gefühl zu geben, ich müsse mich mehr und mehr verändern, um diese Freundschaft zu erhalten.

Es schmerzt, jemandem vertraut zu haben, nicht auf sein Bauchgefühl gehört zu haben, dass etwas nicht mehr ist wie es einmal war und sich letztlich so sehr getäuscht zu haben, dass man den Glauben an sich selbst fast verloren hat. Und nun ist es täglich ein Kampf gegen diese Unsicherheit, die daraus entstand, anzukommen, sich klar zu machen, dass nicht mit mir, sondern mit den anderen etwas nicht stimmt. Dass ich nicht deren Erwartungen entsprechen muss, sondern nur mich selbst zufrieden stellen muss. Die Erkenntnis, dass einen dieser Weg Jahre gekostet hat, in denen man blind war für die Realität, schmerzt am meisten. Und das Wissen, dass man jemanden zu seiner Priorität gemacht hat, für den man nur eine Option ist, für den man austauschbar ist.

Ich habe eine Freundschaft hinter mir gelassen, die von alten Traditionen und Erinnerungen geprägt war, in der mir gesagt wurde, ich sei wichtig, doch gelebt wurde es nicht. Das Bewusstsein, dass ich mich durch das Festhalten an der einst so wichtigen Freundschaft vom Rest der Welt abgekapselt und ausgeschlossen habe, den Anschluss verloren habe, macht einsam.
So zu tun als ob nichts gewesen wäre, gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken. Und so wirft mich jedes zufällige Treffen in die damit verbundenen Gefühle zurück, ich erinnere mich an all die Regeln im Umgang miteinander und die daraus entstandenen Unsicherheiten, die mich wie gelähmt zurücklassen.

Und dann ist da dieser kleine Mensch, dieses Kätzchen, mein Kätzchen, das jede noch so kleine Schwingung wahrnimmt und sich wie ein Schutzschild vor mich wirft, mich ablenkt, mich anstrahlt und zu verstehen gibt, dass ich die Kraft habe, stark zu sein, wenn ich nur fest genug daran glaube. Sie macht mir wieder bewusst, weshalb ich diesen Kampf – mit mir selbst – kämpfe, weshalb ich diesen Schritt gegangen bin und nicht mehr zurück blicken sollte, sondern nur nach vorne und die Energie, die ich habe für die Menschen einsetzen sollte, die es wert mir sind und vor allem, denen ich es wert bin. Für die, die mich so wertschätzen und annehmen wie ich bin, die mir geben, was ich brauche, die mich sehen und wahrnehmen, wenn es andere nicht tun und ihre eigenen Bedürfnisse auch einmal hinten anstellen, um jemandem etwas Gutes zu tun, füreinander da und gemeinsam stark zu sein.

Eure Katze

Schnitt Rock: Frieda von Fina’s Ideen
Stoff Rock: Popeline von See You at Six
Schnitt Top: Casablanca von Hummelhonig
Stoff Top: Viskose Crêpe Melba von Atelier Brunette

@ DufürDichamDonnerstag

Et Voilà

Da ist es! Besser gesagt sie, meine neue Hose! Ich habe das für mich bisher als undenkbar erachtete getan, ich habe mir eine Hose aus Webware genäht und die Krönung ist, sie passt mir sogar auf Anhieb! Ich hätte diesen Erfolg vor gut drei Jahren, als ich mit dem Nähen und Blog begonnen hatte, nie für möglich gehalten. Doch Schritt für Schritt habe ich mich an dieses Abenteuer herangewagt und wurde belohnt.

Meine neue Hose ist eine nach dem Schnittmuster Wrapped von Schnittduett. Tatsächlich schlummert dieser schon seit fast genau einem Jahr auf meiner Festplatte. Hat wohl einfach nur auf den passenden Stoff gewartet. Und den habe ich danke Zuleeg nun auch endlich gefunden. Denn vor ein paar Wochen habe ich im Rahmen der Aktion „Streifen gehen immer“ auf Instagram die Chance bekommen, den Stoff namens Pin-Stripe für mich zu vernähen. Bisher kannte ich noch keine Stoffe von Zuleeg und bin nun beeindruckt von der Qualität des Stoffs und kann mir weitere Hosen-Projekte aus dem Zuleeg-Sortiment vorstellen. Der Stoff, welcher zu 50% aus Baumwolle und 50% aus Leinen besteht trägt sich sehr angenehm, hat einen gewissen Stand und wird mir sicher auch bei warmen Temperaturen gute Gesellschaft leisten.

Eigentlich hatte ich Zuleeg eine rüschige Bluse versprochen, doch bei Ankunft des Stoffs und der ersten Fühlprobe kam mir schnell die Idee einer rüschigen Hose. Daher meine Erweiterung des Schnittes um einen Paperbag-Bund. Wie man dem ein oder anderen vorangegangenen und noch kommenden Beitrag entnehmen kann, bin ich mittlerweile ein großer Liebhaber dieser Bund-Variante. Ansonsten habe ich keine Änderungen am Schnitt vorgenommen und bin sehr zufrieden mit der Passform!

Meine neue Hose benötigte nun also noch einen passenden Begleiter für den Frühling. Und so entstand mein neues Shirt, welches mein Outfit abrundet. Ich wurde dank des vor ein paar Wochen neu erschienen Titels „The White T-Shirt Collection“ vom frechverlag schnell fündig! Denn direkt das Titelmodell sprach mich mit seiner Schlichtheit an. Gesagt, getan und Dank des Plots von Jenny aka Kayhuderfjaeril war mein Statement-Shirt fix fertig genäht.

Vom Buch bin ich wirklich angetan. Was eigentlich mittlerweile eher selten ist. Denn oft sind es nur einzelne Schnitte, die mich in Print-Medien interessieren und sich so der Anschaffungspreis oft kaum lohnt. Doch bei diesem Titel finde ich wirklich viele Schnitte, die ich gerne in die Tat umsetzen möchte. Ich finde die Schnitte recht zeitlos und zugleich vielseitig, wandelbar und tolle Basics für jeden Kleiderschrank. Mir gefällt das schlichte und unaufgeregte Design des Buches und sehr hilfreich fand ich, dass sich bei der ersten Seite zu jedem Schnitt die notwendigen Informationen wie Schwierigkeitsgrad und vor allem Nahtzugabe befinden und ich nach den für mich zum Nähen relevanten Informationen nicht einmal durch das gesamte Buch blättern und suchen musste, sondern auf einen Blick fündig wurde.
Zum Buch gibt es übrigens auch eine Leseprobe.

Der Titel beginnt auch direkt mit den einzelnen Schnitten und hängt die ausführlichen und fundierten Grundlagen in einer angemessenen Länge von gut 15 Seiten hinten an.
Genäht habe ich nach Maßtabelle eine 38 und das Shirt sitzt, wie anhand des Models ersichtlich, auch bei mir figurnah. Grundsätzlich sind die Schnitte bis Größe 46 gradiert. Die Angabe für die benötigte Stoffmenge stimmte gut mit meinem tatsächlichen Verbrauch überein. Äußerst praktisch finde ich die am hinteren Cover des Buches vorgesehene Tasche für die Schnittmusterbogen. So verlieren diese sich keinesfalls und alles ist immer an seinem Platz.

Man merkt hier einfach, dass eine Fachperson hinter dem Buch steckt und die Autorin Karin Engel-Dingelsteaedt ihr Fachwissen in die Schnitte gesteckt hat und dieses gut verpackt an den Leser heranträgt. So ließ die Anleitung bei mir keine Fragen aufkommen und ich konnte auch schon beim Stöbern zu den weiteren Schnitten keine mir unklaren Anleitungsschritte ausfindig machen. Jedes Shirt hat eine ausführliche Text-Anleitung, die meines Erachtens aufgrund der Schlichtheit der Schnitte ausreichend sind.
Insgesamt hat mich der Titel also wirklich überzeugt und ich bin froh um diesen Zuwachs in meinem Bücherregal und kann eine klare Empfehlung aussprechen, falls jemand noch auf der Suche nach ein paar neuen Shirt-Schnitten für den nahenden Sommer ist. Ich werde jedenfalls noch weitere neue Shirts planen!

Eure Katze

*Werbung wegen Kooperation – Stoff zur Verfügung gestellt und Buch als Rezensionsexemplar*

Hose
Schnitt: Wrapped von Schnittduett
Stoff: Pin-Stripe von Zuleeg

Shirt
Schnitt: Basic aus dem Buch The White T-Shirt Collection,
(Affiliate Link), ISBN 978-7724-8165-9
Stoff: Uni-Bio-Jersey von Lillestoff

@ DufürDichamDonnerstag, bio: stoff

Kopenhagen

Nach vielen Nähwerken für das Kätzchen kann ich tatsächlich behaupten, dass ich auch noch für mich selbst nähe. Aber es ist hier und da deutlich in den Hintergrund gerückt. Hauptsächlich dem geschuldet, dass ich einfach nicht mehr wachse. Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibt die Frage.

Denn die Tage habe ich in meinen Kleiderschrank gelinst und erfreut festgestellt, dass dieser mittlerweile wirklich viele selbst genähte Kleidungsstücke enthält. Und auch solche, die ich schon vor zwei Jahren oder mehr genäht habe. Ich kann mich im Gegenzug kaum an ein gekauftes Kleidungsstück erinnern, dass es so lange in meinem Kleiderschrank ausgehalten hat.

Entweder es war vorher aus qualitativen Gründen nicht mehr tragbar oder es war einfach „aus der Mode“. Doch mit selbst genähter Kleidung passiert mir beides deutlich seltener. Die Qualität bestimme ich selbst und achte durchweg auf für mich entscheidende qualitative Standards der Stoffe, wie vorrangig Bio-Zertifizierungen. Auch kommt mir fast ausschließlich nur noch Baumwolle in den Kleiderschrank, Polyester habe ich nahezu vollständig verbannt.

Die Verarbeitung liegt bei selbst genähter Kleidung natürlich auch in meiner Hand und auch wenn mal eine Naht schwächelt, kann ich sie kurzerhand nachbessern. Und „aus der Mode“ kommen meine selbst genähten Kleidungsstücke tatsächlich eher wenig. Ich habe mich vor allem im vergangenen Jahr mehr darauf konzentriert Basics zu nähen, Klassiker in meinen Kleiderschrank einziehen zu lassen, welche mich im Alltag zuverlässig begleiten.

Und sie ergeben am Ende irgendwie meinen eigenen Stil. So richtig festgelegt habe ich mich da wohl noch nicht so ganz. So kommt es vor, dass ich immer mal wieder über den Tellerrand hinaus schaue. Und schon lange träume ich von einem legeren, geradlinigen Sweat-Kleid mit Streifen. Es hat eine Weile gedauert. Viele Fragen standen dem Projekt im Weg. Welcher Stoff würde sich eignen? Welcher Schnitt würde sich eignen? Und vor allem, würde mir das Endergebnis dann tatsächlich gefallen und stehen?

Und letzten Endes hat sich alles ganz von allein zusammengefügt. Der Schnitt Kopenhagen von Hummelhonig war genau, was ich suchte. Nur verzichtete ich auf die Bündchen. Den Stoff hatte ich auch schon länger ausgeguckt. Einen meiner letzten Nosh-Schätze.
Und die letzte Frage hatte ich spätestens nach dem Shooting auch beantwortet und würde ich eindeutig mit ja beantworten. Solch ein Kleid, solch ein Outfit steht mir tatsächlich mehr als ich dachte. Und ich freue mich schon jetzt, mein Kopenhagen in den nun wärmer werdenden Tagen regelmäßiger ausführen zu können.

Übrigens habe ich für das Kätzchen schon vor über einem Jahr solch ein Kleid aus eben diesem Stoff genäht und ebenfalls aus einem Hummelhonig-Schnitt, dem Strauß.

Das hat es allerdings leider nie zu mehr als einem Flatlay geschafft. Unglaublich wie die Zeit vergeht! Und auch dieses Kleid besteht noch im Kleiderschrank des Kätzchens – es muss ja niemand wissen, dass es mal ein Kleid war, denn heute ist es eher ein Sweatshirt auf Tunika-Länge mit 3/4 Ärmeln. Aber es passt eben immer noch und wenn ich bedenke, wobei es uns schon alles begleitet hat, fällt es sehr schwer, es bald aussortieren zu müssen, weil zu klein…

Eure Katze

Stoff: Streifen-Sommer-Sweat von Nosh
Schnitt: Kopenhagen von Hummelhonig

@ DufürDichamDonnerstag, bio: stoff, aws


Gold

Nun ist sie also vorbei, die schöne Zeit, die Auszeit, der Urlaub. Nichts mehr mit lange ausschlafen und dann sorglos zum Frühstücks-Buffet schlappen und anschließend so in den Tag hinein leben. Die Koffer sind wieder ausgepackt und mitgebracht haben wir viele tolle Erinnerungen und Bilder. Und das ist einfach Gold wert. Ein paar Eindrücke nun anhand eines eigens für den Urlaub entstandenes Kinderkleid nach Klimperklein.

Warum es ausgerechnet dieses Kleid in den Blog schafft, ist ganz einfach. Denn zum einen trägt es das Kätzchen wirklich gerne und zum anderen habe ich mir die „Mühe“ gemacht den oberen Teil in doppelter Stofflage zu nähen, so dass dieses komplett mit einem Beleg gearbeitet ist und Bündchen oder Säumen wegfallen. Ich finde, so erhält der einfache Schnitt eine etwas „edlere“ Note.

Die weitere Garderobe konntet ihr ja schon auf Instagram ob als Flatlay oder Schnappschuss betrachten. Viele Basics sind entstanden, die das Kätzchen hoffentlich durch den gesamten Sommer begleiten und bekleiden werden.

Neben den Bildern vom Kleid habe ich euch noch ein paar Eindrücke des Urlaubs da gelassen, zum Beispiel von den für das Kätzchen beeindruckenden Vulkan-Landschaften, weiten Ausblicken oder langen Stränden.

Ich nehme mit, dass ich mir in Zukunft bei der Kleidung mehr Zeit nehmen werde, um solche „Veredelungen“ mehr einfließen zu lassen und der selbst genähten Kleidung – noch – mehr Qualität zukommen zu lassen. Es sind oft nur kleine Handgriffe oder ein Zuschnitt mehr, die es ausmachen und das Projekt letztlich abrunden. Der Kater hat sich neue Shirts gewünscht, ich bin gespannt wann ich diese nähen werde und ob ich mir tatsächlich die Zeit nehme, den hinteren Halsausschnitt schön zu versäubern.

Und natürlich habe ich auch für mich das ein oder andere sommerliche Kleidungsstück vor abreise angefertigt, welche ich euch in den kommenden Wochen zeigen werde.

Eure Katze

Stoff: Vertical Gold von Elvelyckan Design
Schnitt: Kinderkleid von Klimperklein

@ creadienstag, menschenskinder, bio: stoff

Zarte Bluse

Ich darf euch endlich Einblicke in das neueste Werk aus den Händen von Pauline Dohmen zeigen. Nämlich aus dem fünften Buch von ihr! Und ich mag dieses wirklich besonders gerne, denn es geht um Webware und das für Kinder! Von der Latzhose bis zum Hemd, vom Rock bis zur Bluse ist alles dabei. Ich konnte bei letzterem nicht widerstehen und musste dem Kätzchen unbedingt eine aufeinander abgestimmte Kombi nähen! Aber seht selbst…

Es wurde die zarte Bluse und der Rock mit Knopfleiste. Auch die Bluse hat eine Knopfleiste am Rücken und ich kann euch sagen, so viele Knopflöcher habe ich bisher selten in meinem Näh-Leben genäht. Wer neulich meine Story auf Instagram verfolgt hat, konnte es ein wenig mitverfolgen. Und ich bin wirklich stolz auf das Ergebnis. Gleicher Abstand, richtige Größe, keine Fehler, es passt einfach alles und so langsam werde ich in Sachen Knöpfen waghalsig und nähe ein Projekt nach dem nächsten!

Ausschlaggebend könnte dabei nicht nur die Knopfloch-Automatik sondern auch die Funktion zum Knopfloch annähen sein. Daran scheiterte es bei mir nämlich sonst oft im zweiten Schritt, dass ich keine Zeit oder Muse fand, die Knöpfe mühselig per Hand an zu nähen, nur um dann festzustellen, dass es nicht fest genug war und ich nachbessern muss. Es spart so einfach so viel Zeit und Nerven. Da gehen mir solche Projekte leicht von der Hand!

Apropos leicht, die Schnitte im neuen Buch sind in unterschiedliche Kategorien für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis unterteilt und in einzelnen Schritten detailliert erklärt. So werden Hürden und Hemmschwellen schnell abgebaut und man wird mit der Materie Webware auch für Kinder direkt warm.

Und dann wären wir auch schon bei der Alltagstauglichkeit der Kleidung. Zwar kann das Kätzchen die Bluse nicht ganz alleine an und ausziehen, da die Knopfleiste hinten ist, aber dann ist es eben ein besonderes Kleidungsstück im Schrank, dass für Besuche bei der Familie herausgeholt wird und nicht im Kindergarten malträtiert wird. Webware bringt eben vor allem bei Oberbekleidung die ein oder andere Tücke für Kinder mit. Nichts desto trotz sind die Schnitte sehr kindgerecht und mit viel Bewegungsfreiheit umgesetzt. Beim Rock ist die Sache dank Gummiband im Bund schon einfacher und unkomplizierter.

Ich dürfte für die Designbeispiele schon vorab einen ausführlichen Blick in das Buch werfen und finde, dass hier gerade die Jungs nicht zu kurz kommen! Es ist sehr ausgewogen und ausgeglichen. Und auch gefällt mir grundsätzlich die Vielfalt und gute Kombinationsmöglichkeit der Schnitte sehr.
Hier und da hätte ich mir bei den Anleitungen vielleicht nochmal ein Bild für Anfänger gewünscht, doch auch anhand vom Text der Schritt-für-Schritt-Anleitungen ist es gut machbar die Schnitte fertigzustellen.

Beim Shooting hatten wir sehr viel Spaß und das Kätzchen fühlt sich in ihrem neuen Outfit sehr wohl. Den Rock mag sie gar nicht mehr ausziehen, die Bluse hat schon einige Umdrehungen in der Waschmaschine hinter sich und wartet auf ihren nächsten Einsatz.
Ich setze mich jetzt an das nächste Webware- und vielleicht sogar Knopf-Projekt!

Eure Katze

Schnitte: Buch „Nähen mit Webware – Klimperkleine Kleidung“ von Pauline Dohmen
Stoffe: Cloud9 „Nani“ Double Gauze (Bluse) und Cord

@ DingsvomDienstag, creadienstag, bio: stoff, Menschenskinder

Yello

Als die überaus begabte Taschen-Näherin habe ich mich ja bisher wohl eher nicht hervor getan. Doch es mag Stimmen geben, die besagen, dass man die Hoffnung nie aufgeben soll und da noch Luft nach oben ist. So kam es, dass ich tatsächlich innerhalb von ein paar Stunden Besitzerin einer neuen Yello Bag wurde und damit wirklich sehr glücklich und zufrieden bin.

Ausschlaggebend war ein Näh-Treffen vergangene Woche und die ein oder andere führte dazu auch ihre Yello Bag aus Oilskin aus. Natürlich blieb mir kaum etwas anderes übrig, als sie zu befummeln. Die Taschen versteht sich. Und nun hatte mich der Oilskin auch endlich überzeugt. Bisher war ich skeptisch, kannte aber nur Bilder, die natürlich wenig Aussagekraft zur Beschaffenheit haben.
Dann hatte ich allerdings noch die Qual der Wahl in Sachen Farbe. Doch zunächst sollte es eine Basic-Tasche werden. Schlicht. Kombinierbar. Unaufgeregt. Wobei mich der ein oder andere Farbton ja schon auch noch reizt und ich mittlerweile an diverse weitere Taschen oder Jacken denke. Man darf ja wohl mal träumen dürfen.

Die Näherei ging erstaunlich unkompliziert zu Gange. Von der Citie Bag kannte ich es von Danie schon, dass sowohl Schnitt als auch Anleitung schlicht, klar und strukturiert sind. Einzig die Tragegurte habe ich für mich um ein paar großzügige Zentimeter gekürzt. Nach ein paar gemeinsamen Ausflügen muss ich sagen, würde ich sie tatsächlich nochmals um ein paar Zentimeter kürzen. Ich bin eben doch kein Riese, wie man glauben könnte…

Ich habe mir dazu noch die Zeit genommen und mein Logo auf Snappap angebracht. Ich will seit Wochen und Monaten endlich einen Stempel dafür anfertigen lassen, doch irgendwie ging es jetzt auch so und ich konnte die Größe individuell anpassen. Das Snappap habe ich auf Anraten des Katers auch für die Gurte verwendet. Und für die vordere Reißverschluss-Tasche fand sich noch ein Rest vegane „Leder“-Schnur und erleichtert so den Zugang.

Die Fotos fielen erst dem Vor-der-Nase-Wegfahren zweier U-Bahnen zum Opfer und dann auch noch dem Wetter. So ging mein Plan entweder vor oder nach der Arbeit im Park bei einem kleinen bisschen Sonne die Tasche abzulichten nicht auf. Doch unverhofft kommt oft und am Folgetag war das Wetter sogar noch besser als gedacht! Das ganze Ärgern und Aufregen war also umsonst.

Nun grübel ich aber noch ein wenig darüber, welches Taschen- oder Rucksack-Format sich in meinem Repertoire noch gut machen würde und hoffe ihr schaut morgen zum #flatlayFRIENDSfridiy auf Instagram vorbei!

Eure Katze

Schnitt: Yello Bag von Prülla
Stoff: Dryoilskin von Foxoilskin

@ DufürDich, aws

Fenna

Die ein oder andere mag meine Fenna auf Instagram schon entdeckt haben und da sie nicht nur mir so gut gefällt, dachte ich mir, berichte ich auch noch etwas ausführlicher darüber hier im Blog, denn tatsächlich habe ich doch die ein oder andere Änderung am Schnitt vorgenommen!

Auf die Idee, diesen Schnitt überhaupt zu nähen, hat mich Julia von Stoffquelle gebracht. Im Dezember hat sie zu einem kleinen Treffen in ihrem Atelier eingeladen und dabei hat jeder das ein oder andere Teil aus seinem Kleiderschrank mitgebracht und wir haben fröhlich an- und durchprobiert, uns ausgetauscht und Tipps verteilt, uns bei der Stoffauswahl beraten etc.

Dabei heraus gekommen ist, dass Miriam aka Brülläffchen und ich uns in Julias Fenna verliebt haben und ziemlich schnell fest stand, das wir auch eine brauchen. Miriam angelte sich tolle Stoffe in Rot-Tönen, ich blieb bei Rose, Dunkelblau und Grau hängen. Eine vierte Farbe, wie eigentlich im Schnitt vorgesehen, wollte ich nicht wählen, sondern entschied mich die beiden Einsätze zu einem zusammen zu fügen – Nahtzugabe dabei nicht vergessen – da ich mich damit wohler und nicht ganz so farblich aufgeregt fühlte.

Weiter ging es dann mit der Länge, denn zum Glück hat uns Julia verraten, dass der Schnitt verhältnismäßig kurz ausfällt. Da ich meiner Meinung nach sowieso einen langen Oberkörper habe, verlängere ich in der Regel viele Oberteile um 2-3 cm. Hier habe ich satte 5 cm zugegeben und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Fenna sitzt genau da, wo ich sie haben wollte!

Eine weitere Änderung betrifft den Halsausschnitt. Hier habe ich ca. 2 cm hinzu gegeben und ein Bündchen angenäht. Das Original hat einen deutlich weiteren Ausschnitt und verzichtet an dieser Stelle auf ein Bündchen. Aber das passte nicht so ganz in meine Vorstellung.
Und was soll ich sagen, nachdem ich meine Fenna zum ersten Mal anprobiert und dem Kater vorgeführt hatte, war auch der beeindruckt vom Ergebnis. Beeindruckt bin ich auch vom Rücken, denn ja, auch ein schöner Rücken kann entzücken. Und das tut er bei der Fenna definitiv. Denn die Einsätze ziehen sich nur über die Front, sondern sind auch am Rückteil integriert, so ist das Gesamtpaket sehr stimmig.

Muss ich mir eigentlich Sorgen machen, weil ich neuerdings anhand dieser Fenna auch im realen Leben wieder erkannt werde? So geschehen vergangenes Wochenende im Lieblings-Buchladen. Ich sollte vielleicht mal wieder was anderes tragen, denn kaum aus der Waschmaschine raus und getrocknet, wird die Fenna wieder angezogen.
Ich weiß was Abhilfe schaffen könnte, ich näh mir einfach nochmal eine in einem anderen Design!

Eure Katze

Stoff: Sweat von Lebenskleidung und C. Pauli von Stoffquelle
Schnitt: Fenna aus der La Maison Victor Ausgabe 01/2018

@ DufürDichamDonnerstag, aws, bio: stoff, sewlala, TheCreativeLovers

Minnie

Angestoßen durch die Challenge #12ausdemstoffregal von Selmin aka Tweed and Greet habe ich es endlich geschafft, das schon lange geplante Latzkleid für das Kätzchen in Angriff zu nehmen. Der Stoff dazu fristete in meinem kleinen Lager noch nicht so lange ein endloses Dasein, aber wer weiß wo es hin geführt hätte, wenn ich ihn nicht jetzt herausgezogen hätte…

Und nun kommt das Beste, denn da ich dieses Vorhaben schon vor Monaten bis ins Detail geplant hatte und in einer freien Minute den Schnitt vorbereitet hatte, musste ich nur noch zuschneiden und es konnte losgehen. Und dieses Mal konnte mich nichts und niemand davon abhalten, dieses Latzkleid fertig zu stellen!

Und es wurde wahr, innerhalb von nur knapp 90 Minuten war das Projekt beendet, das Latzkleid fertig und das Kätzchen glücklich und zufrieden. Manchmal kann es doch so einfach sein! Dabei bin ich hier und da ein großer Meister darin, Projekte ewig vor mir her und auf die lange Bank zu schieben, anstatt sie direkt in die Tat umzusetzen.

Und wenn ich dann mal die Zeit zur Verfügung habe, erledige ich doch wieder nur die Hälfte, weil ich denke, dass ich die kommenden Tage noch genug Zeit haben würde. Pustekuchen! Da bleibt dann höchstens Zeit – quasi aus Frust – neue Stoffe für weitere Projekte zu shoppen, die ich dann natürlich auch wirklich und endlich in die Tat umsetzen will… Ihr kennt den Teufelskreis.

Aber hier gilt wohl Ende gut alles gut. Denn als das Motto „Struktur“ für Januar bekannt gegeben wurde, fiel mir sofort das Projekt „Latzkleid“ aus Cord wieder ein und bevor das Kätzchen aus dem abgepausten Schnitt wieder heraus gewachsen sein würde, musste ich mich ran halten.

So im Nachhinein betrachtet würde dem Kleid auch eine Tasche auf dem Latz nicht schaden, aber vielleicht kann ich mich ja noch zu einem weiteren Latzkleid aufraffen, zumal das Kätzchen mehr als nur Gefallen an ihrem neuen Kleidungsstück findet, da wäre sie über eine weitere Version sicher nicht traurig.

Ich bin mir nur nicht sicher ob ich bei den Schnallen alles richtig gemacht habe. Hier war dann der Punkt an dem es schnell gehen musste, damit das Kätzchen sofort rein schlüpfen konnte und wir unseren geplanten Ausflug in die Wilhelma durchziehen konnten. Vielleicht hat da noch jemand Erfahrungswerte mit den Schnallen, ich hatte leider kein Vergleichsmaterial parat…

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf das Motto für Februar und hoffe wieder einen Stoff mehr aus meinem Regal nutzen zu können, statt es stetig weiter aufzufüllen – weniger ist mehr gilt eben auch für’s Stoffregal.

Eure Katze

Schnitt: Minnie aus der Ottobre 1/2017
Stoff: Bio-Cord von C.Pauli und Baumwolle aus der „Emilie“-Kollektion von Hilco

@ #12ausdemstoffregal, bio: stoff, menschenskinder, TheCreativeLovers, dienstagsdinge, creadienstag